Rathaus
1. August 2013

Wer gewinnt das Rathaus?

KAMPF UM DEN JOB ALS OBERBÜRGERMEISTER

Noch bevor das Oberbürgermeister-Wahljahr 2014 überhaupt angebrochen ist, gibt es zwei Kandidaten, die um das Amt  des SPD-Oberbürgermeisterkandidaten buhlen. Der Wahlkampf verspricht spannend zu werden.

 

In dem Moment, als Axel Jahnz, Hudes amtierender Bürgermeister, am 3. Juni im Huder Rathaus bekanntgab, dass er 2014 nicht mehr in Hude als Bürgermeister antreten würde, war sofort klar, was nun folgen würde. Schon länger hatte das Gerücht in Delmenhorst die Runde gemacht, dass Jahnz Interesse am Oberbürgermeisteramt in Delmenhorst habe. Und es bestätigte sich an diesem Tag: Jahnz tat offiziell kund, Ambitionen auf besagten Posten zu haben.

 

Besuche in Delmenhorst

Seitdem hat es Axel Jahnz nicht bei der Ankündigung belassen. Er wurde bereits als Zuschauer bei Rats- und Ausschusssitzungen in Delmenhorst gesehen. Neulich half er Flutopfern, indem er in einer Delmenhorster Kneipe Tresendienst leistete und seinen Verdienst spendete. Das Pfund, mit dem er wuchern kann und das ihm viele Delmenhorster als Vorteil auslegen: Axel Jahnz ist ein „einer von uns“, wie sie in Delmenhorst viele sagen. Er hat seine Jugend hier verbracht, er kennt die Stadt.

 

Amtsinhaber hat es schwer

Da wird es schwer für Patrick de La Lanne. Zwar weiß auch er, wie er Menschen für sich vereinnahmen kann. Seine stets freundliche Art, nie aus der Haut fahrend, ist gewinnend. Menschen, die schon länger mit dem Oberbürgermeister zusammenarbeiten, werten diese Art indes als Schwäche, verbunden mit der Absicht, niemandem wehtun zu wollen. Dass man damit aber anscheinend sehr wohl durchaus „wehtun“ kann, zeigt das schlechte Verhältnis zu einigen Geschäftsführern städtischer Töchter sowie zum Ersten Stadtrat Gerd Linderkamp.

 

Entscheidung frühestens im September

Doch die Entscheidung, wer der Kandidat für die derzeit amtsinnehabende SPD wird, fällt frühestens im September, wie der Unterbezirksvorsitzende Detlef Roß sagt. Die Genossen sind schlau genug, nicht durch einen Oberbürgermeisterwahlkampf ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl zu gefährden. Denn es ist nicht davon auszugehen, dass die Festlegung des Oberbürgermeisterkandidaten emotionslos vonstattengehen wird. Bei den anderen Parteien hatte sich bis zum Redaktionsschluss noch  niemand als offizieller Gegenkandidat hervorgewagt. In der Politik hängt der Erfolg oft vom richtigen Zeitpunkt ab. Wer sich zu früh aus der Deckung wagt, läuft Gefahr, als Kandidat zu früh „verbrannt“ zu sein. Patrick de La Lanne hofft auf einen fairen Wettbewerb. Und auch Axel Jahnz hatte frühzeitig erklärt, fair spielen zu wollen. Zwischen den beiden, das steht wohl fest, wird es jedoch noch spannend werden. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.


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