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    Max Mutzke und monoPunk in der Divarena

    Eher selten verirren sich bundesweit bekannte Musiker nach Delmenhorst. Umso erfreulicher ist es, wenn ein Talent wie Max Mutzke mit seiner Ausnahmestimme den Weg in die Stadt findet. Das Publikum in der ausverkauften Divarena war jedenfalls begeistert.

    Max Mutzke weiß, wie man das Publikum auf seine Seite bringt. „Schreit ruhig, wenn ihr wollt“, hatte er zu Beginn des Abends gesagt. Die Botschaft dahinter: Wenn euch meine Musik gefällt, lasst euch ruhig von euren Emotionen leiten und schreit es heraus. Und davon machten die Gäste regen Gebrauch. Von Radiohead über Michael Jackson und James Brown bis hin zu Alicia Keys erstreckte sich die Bandbreite der gespielten Stücke. Alle Interpretationen stets soulig und im R’n‘B-Style interpretiert, gewürzt mit ein paar Jazz-Elementen. Natürlich brachte Max Mutzke auch eigene Songs auf die Bühne.
     

    Feinsinnig, aber nicht langweilig

    Zwischendurch streute Max immer mal kleine Einlagen ein, bei denen die Besucher etwas mehr über den Mann am Mikro erfuhren. Er ist, na klar, der Mann der leiseren, der nachdenklichen Töne. Aber mit Humor. Er komme aus dem südlichen Teil des Schwarzwalds, eröffnete Max dem Publikum, „der Park, der immer geöffnet hat.“ Zusammen mit fünf Geschwistern wuchs er in der äußerst ländlich geprägten Umgebung auf. Sein Vater war der Gynäkologe im Ort. Und evangelisch war die Familie in dieser erzkatholischen Region auch noch. Wenn er als Kind mit dem Bobby Car den Weg hinuntergefahren sei, habe er stets bremsen müssen, um nicht unten in der Schweiz auszurollen, witzelte er. Dass Max kein oberflächlicher Kerl ist, wurde den Zuhörern spätestens beim Track „Durcheinander“ klar. Ihn hat Max zwei Freunden gewidmet, die Opfer einer Depression wurden. Max Mutzke erzählte, wie es ihn belastet habe, beobachten zu müssen, wie sich die Freunde immer mehr verändert und in einem dunklen Tal wiedergefunden hätten.
     

    Drei Zugaben

    Das niederländische Trio monoPunk, das Max begleitete, harmonierte perfekt mit ihm. Zwischendurch gaben Keyboarder Maik Schott, Danny Samar am Bass und Drummer Tobias Held immer mal wieder jazzige Soli zum Besten. Auf der Playlist standen Klassiker wie „Me And Mrs. Jones“, „Empire State Of Mind” von Alicia Keys, eine überaus gelungene Interpretation von Michael Jacksons „Human Nature“ sowie auch Einsprengsel vom King of Soul, James Brown. Insgesamt zweieinviertel Stunden sang Max, erst nach der dritten Zugabe entließ ihn das Publikum. Allerdings erst so richtig, nachdem er im Foyer alle Autogramm- und Fotowünsche erfüllt hatte. Der letzte Song war übrigens „You Are So Beautiful“. Ein Kompliment, das man auch durchaus an diesen Abend vergeben kann.

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