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    Mahnwache gegen Terror und Fremdenhass

    Die tödlichen Terroranschläge von Paris auf das Satiremagazin Charlie Hebdo haben eine gesellschaftliche Debatte entfacht. Auch in Delmenhorst gab es Reaktionen. Zu einer Mahnwache, organisiert vom Breiten Bündnis gegen Rechts, erschienen 70 Teilnehmer. Die DIBV-Moschee distanzierte sich öffentlich vom Terror.
     
    Als eine Reaktion auf den Anschlag von Paris am 7. Januar fand in Delmenhorst am 13. Januar eine Mahnwache auf dem Rathausplatz statt, zu der 70 Teilnehmer erschienen. Die Mahnwache war vom „Breiten Bündnis gegen Rechts – Delmenhorst bleibt bunt“ organisiert worden. Es ging darum, die Solidarität mit den Opfern der Verbrechen von Paris auszudrücken. Hartmut Nordbruch vom Sprecherrat des „Breiten Bündnisses“ sieht in dem „abscheulichen Verbrechen“ einen „Angriff auf die Freiheit und die Demokratie“. Es sei ein perfider Plan, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben, was es zu verhindern gelte. Auch Yadigar Polat vom türkischen Arbeiterverein sagte, dass man gegen diesen Versuch der Spaltung vorgehen müsse. Grünen-Stadtratsfraktionsvorsitzende Marlis Düßmann, deren für den Samstag davor anberaumter Schweigemarsch wetterbedingt abgesagt worden war, forderte auf zu „Gleichberechtigung und einem friedlichen Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen.“
     

    DIBV distanziert sich

    Bereits zuvor offen von den Anschlägen distanziert hatte sich der Delmenhorster Integrations- und Bildungsverein e. V. (DIBV), zu dem die DIBV-Moschee in der Bremer Straße gehört. In einer Pressemitteilung teilte der DIBV-Vorsitzende Yusuf Alic mit: „Der Delmenhorster Integrations- und Bildungsverein e. V. verurteilt den feigen Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo in Paris, bei dem 12 Menschen getötet wurden, auf das Schärfste. Terror hat keinen Platz in irgendeiner Religion und ist mit islamischen Werten nicht vereinbar.“
     

    Die Welt hat sich verändert

    Seit den Terroranschlägen von Paris hat sich die Welt ein Stück verändert. In den Wochen danach gab es keinen Tag, an dem die Medien nicht darüber berichtet hätten. Und das Stimmungsbild ist vielschichtig. „Der Terror hat mit dem Islam nichts zu tun, man muss differenzieren zwischen Islam und Islamismus“, sagen die einen. „Die Religion hat sehr wohl etwas damit zu tun“, sagen andere. Stichwort Pegida. „Folgen Sie denen nicht“, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache zu dieser Bewegung gemahnt. Zu oft seien Vorurteile, Kälte und Hass in ihren Herzen. Dass dort nicht nur Nazis mitlaufen, sondern auch Menschen mit einer diffusen Zukunftsangst, hat Frank Richter beobachtet. Der Chef der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung hat beruflich die Pegida-Veranstaltungen in Dresden besucht, um das Phänomen zu verstehen. Was auch immer im Einzelnen politisch zu tun sein mag, eines ist klar: Nur ein stärkerer Dialog aller Seiten kann dem aufgeheizten Klima entgegenwirken.

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