David Werker - Comedian
1. Januar 2013

„Schmutziges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert!“

DAVID WERKER GIBT AM 25. JANUAR IN DER DIVARENA TIPPS FÜRS STUDENTENLEBEN

Er wirkt wie der typische Student: David Werker ist durch sein Spiel mit den Klischees im Programm „Morgens 15.30 Uhr in Deutschland – aus dem Leben eines aufgeweckten Stundenden“ bekannt geworden. Am 25. Januar ist er damit in der Divarena zu Gast. Uns erzählte er schon vorab einmal, was die Leute erwartet.

 

Bist du eigentlich noch Student?

Nein, seit Kurzem nicht mehr, ich habe tatsächlich meinen Abschluss. Na gut, früher hieß es abgebrochenes Studium, heute Bachelor. Das bedeutet, ich bin jetzt staatlich anerkannter Rosenverkäufer.

 

„Als Student hast du ‘ne knallharte Fünf-Stunden-Woche!“

 

Nehmen es dir die Siegener manchmal übel, wenn du dich in deinem Programm über die Stadt auslässt?

Ach, die meisten sind sowieso zugezogen und die Siegener vor Ort haben genug Humor. Wenn du von Köln Richtung Siegen fährst, kommst du ja nicht umsonst an einer Stadt vorbei, die „Wenden“ heißt. Ich bin nicht der Einzige, dem aufgefallen ist, dass es schönere Städte gibt – zum Beispiel Hagen, Wuppertal und so (lacht). Zum Glück gibt es auch Delmenhorst.

 

Apropos: Delmenhorst ist ja keine Studentenstadt, meinst du, die Leute mögen dein Programm trotzdem?

Erst einmal freue ich mich, nach Delmenhorst zu kommen, weil Sarah Connor da herkommt. Allerdings nicht die aus „Terminator“§, sondern die, welche die Hymne so gut kann. Und man muss ja auch nicht in der Uni gewesen sein, um mich zu verstehen – FH reicht auch (lacht). Zwar heißt das Programm „Morgens 15.30 Uhr in Deutschland“, es ist aber nicht Pflicht, dass man dann erst aufstehen darf.

 

Du bist Comedypreisträger und Autor – ist das nicht ein bisschen zu viel für einen (ehemaligen) Studenten?

Klar, als Student hattest du ‘ne knallharte Fünf-Stunden-Woche, aber ich stehe nach wie vor abends erst auf der Bühne, von daher passt das in meinen Tagesablauf super rein. Das Buch hat schon ein bisschen gedauert, drei Monate habe ich intensiv geschrieben, dann war das Inhaltsverzeichnis fertig. Den Rest – das kennt man ja nicht anders von Hausarbeiten in der Uni – klatscht man in der letzten Stunde irgendwie zusammen.

 

„Es kommt anders, wenn man denkt!“

 

Du spielst viel mit den Studentenklischees. Kann man bei dir noch was Neues über Studenten lernen?

Ich steige mit den Klischees ein, weil viele die schon mal gehört haben und dann widerlege ich sie entweder oder bestätige sie. Ich gebe auch Tipps, zum Beispiel: Schmutziges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert. Oder wie man günstig an Geld kommt, denn wenn man schon 27 Mal Blutspenden war, muss man sich was Neues überlegen.

Dürfen wir in Zukunft von dir „17.30 Uhr – aus dem Leben eines arbeitslosen Germanisten“ erwarten?

So was wie „Aus dem Leben eines Germanistikdozenten“ würde sich logischerweise anschließen, aber das nächste Programm wird „Es kommt anders, wenn man denkt“ heißen.Darin werde ich aufarbeiten, was auf mich zukommt: Was kommt nach der Uni? Brauche ich einen Beruf und wenn ja, wie viele? Und wie ist das, wenn ich mit der Freundin zusammenziehe? Die ersten Leute kriegen plötzlich Kinder und fangen an zu heiraten. Da passieren gerade eine Menge neuer Dinge.


Schlagwörter: , , ,