Carsten Borgmeier
1. November 2013

Interview mit Stadtfest-Organisator Carsten Borgmeier: „Wichtig ist, dass viele hingehen!“

Carsten Borgmeier hat den Zuschlag für die Durchführung des Delmenhorster Stadtfests 2014 erhalten. Dem Deldorado erläutert er, was die Delmenhorster erwarten können und warum es wichtig ist, dass viele Besucher kommen.

Herr Borgmeier, Sie haben den Zuschlag für das Stadtfest 2014 bekommen. Worauf können sich die Delmenhorster freuen?
Ich hoffe, auf ein schönes Stadtfest (lacht). Wir haben den Zuschlag bekommen und unsere erste Amtshandlung am Tag nach der Bekanntgabe war, dass wir auf den Freimarkt gefahren sind und mit Schaustellern gesprochen haben, ob sie auch nach Delmenhorst kommen wollen. Wir haben einen gewissen Anspruch an das Fest, aber zum jetzigen Zeitpunkt kann ich noch nicht sagen, welche Bands auftreten werden. Auch welche Flächen wir genau bespielen können und wo vielleicht eine Baustelle sein wird, wissen wir noch nicht.

Wann gibt es genauere Planungen?
In Kürze gibt es eine große Besprechung mit der Stadtverwaltung, Polizei und Feuerwehr, auf der wir alles besprechen werden.

Was macht für Sie persönlich den Reiz aus, das Fest zu veranstalten?
Ich liebe Märkte und Aufgaben, die eine große Herausforderung darstellen.

Was bedeutet das in Bezug auf das Stadtfest?
Der Patient Stadtfest liegt am Boden und wir müssen ihn mit Schockwellen wiederbeleben. Daher wird es nicht so einfach, Schausteller für Delmenhorst zu gewinnen. Andererseits bin ich selber Delmenhorster und fände es schade, wenn Delmenhorst kein Stadtfest mehr hätte. Letztes Jahr ist es bereits ausgefallen. Delmenhorst braucht so etwas meiner Ansicht nach. Wir werden probieren, es wieder zu beleben und wie ich in den Facebook-Kommentaren erkenne, finden die Leute es gut, dass wir das machen. Das ermutigt mich.

Was ist wichtig, damit das Stadtfest 2014 ein Erfolg wird?
Es ist entscheidend, dass die Delmenhorster auch wirklich zum Stadtfest gehen. Parallel ist die Fußball-WM in Brasilien. Wenn Deutschland während des Stattfests spielt, ist es wichtig, dass die Leute trotzdem aufs Stadtfest gehen und dann dort das Spiel gucken. Der Super-GAU wäre, wenn am Freitagabend ein Deutschlandspiel stattfände und keiner zum Stadtfest käme.

Aufgrund des gelungenen Stadtfests 2003 gibt es teilweise hohe Erwartungen. Wie gehen Sie damit um?
Man muss sehen, dass das zehn Jahre her ist, da hatten solche Veranstaltungen noch einen ganz anderen Stellenwert als jetzt. Wir hatten sehr, sehr bekannte Bands nach Delmenhorst geholt. Deren Gagen haben sich mittlerweile verdreifacht. Man muss sehen, was möglich ist und darf keine Wunder erwarten. Wir hoffen, das Stadtfest wieder auf ein gutes Level heben zu können. Aber wer glaubt, dass es genau so toll wird wie 2003, muss seine Erwartungen vielleicht ein bisschen herunterschrauben.


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