Nils und Daniel
1. Dezember 2012

Ganz großes Kino

DANIEL UND NILS MÜLLER ERWECKEN UNTOTE UND AUSSERIRDISCHE ZUM LEBEN

Spezialeffekte à la Hollywood – made in Delmenhorst?  Ja, das gibt es wirklich. Denn Daniel und Nils Müller aus Bungerhof produzieren Kurzfilme, bei denen sie zum Teil die gleiche Software benutzen wie die großen Filmstudios.

 

Angefangen hat alles im Jahr 2008. Damals drehten die Brüder Daniel und Nils mehr oder weniger aus Langeweile kleine Filme und experimentierten mit Spezialeffekten herum. Kurze Zeit später wurde daraus eine Leidenschaft, mittlerweile haben sie sogar schon einige Auszeichnungen vorzuweisen, wie zum Beispiel 2010 den Franz Traxler Förderpreis der Niedersächsischen Filmklappe.

 

Von Zombies und Aliens

In ihrer bislang aufwendigsten Produktion, dem Zweiteiler „The Sighting“, geht es um Zombies, Aliens und eine mysteriöse Infektion. Der 19-jährige Daniel erklärt den Vorteil  solcher Themen: „Bei Science-Fiction kann man viel bessere Effekte einbauen, es muss nicht alles echt und real sein.“ Auch sein zwei Jahre jüngerer Bruder Nils mag Zombiefilme und gibt zu, dass sie sich gerne davon inspirieren lassen. Sechs bis acht Wochen dauert es in der Regel, bis ein Werk der Müller-Brüder fertig ist. Das Schauspielerische ist teilweise noch etwas holprig, wird aber von Film zu Film besser. Dafür sprechen die Effekte, für die sie Software benutzen, die sogar in großen Filmstudios verwendet wird, und die fantasievolle Umsetzung für sich.

 

Nächster „Blockbuster“ wird schon produziert

Die aktuelle Produktion ist allerdings mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Daniel studiert mittlerweile Informatik in Bremen und Nils steuert auf sein Abitur zu. Da bleibt nur wenig Zeit fürs Filmemachen. Dennoch glauben sie daran, das „Trapped inside“ ihre anderen Filme noch toppen wird. „Der Film ist mindestens dreimal so aufwendig wie alles, was wir bisher gefilmt haben. Die ersten zwei Minuten wurden dafür fast nur vor dem Greenscreen gedreht und hinterher mit dem 3-D-Programm animiert. Bis der Computer eine einzige, 20-sekündige 3-D-Animation berechnet hatte, vergingen teilweise bis zu 22 Stunden Wartezeit“, erklärt Daniel. Außerdem benutzen die Beiden diesmal eine zusätzliche Spiegelreflexkamera, die sich sehr gut für den typischen „Hollywood-Look“ eigne.  Auch wenn es in „Trapped Inside“ wieder einmal um Zombies geht, soll diesmal laut Daniel alles komplett anders sein. Er verspricht eine bessere Storyline, die im Vorfeld tagelang geplant und durchdacht wurde. Worum es in dem neuen Streifen genau geht, wollten Daniel und Nils dem Deldorado jedoch noch nicht verraten. Doch sobald er abgedreht ist, wird er im YouTube-Kanal der Brüder („KnightVideoEditing“) neben all ihren anderen Werken zu finden sein.