SV atlas Delmenhorst Spielerfoto
1. März 2013

Der Hoffnungsträger

SV ATLAS WILL NACH OBEN

Vor knapp einem Jahr ist der SV Atlas wieder aus der Versenkung aufgetaucht. Die mittelfristigen Ziele des derzeit in der 1. Kreisklasse spielenden Fußballclubs sind klar: das Erreichen der Landesliga.

Die Fanschals sind der Renner. „Der Verein hat 220 Mitglieder, aber wir haben schon 1.000 Schals verkauft“, sagt Atlas-Manger Thomas Hebgen über die flauschigen Fanartikel. Auch Trikots, Jacken, Schals und Caps gibt es vom Verein mit dem blau-gelben Dreieck-Logo. Und sie sind gefragt. Im vergangenen Jahr war vor und nach Vatertag an vier Tagen die erste Charge der Schals ausverkauft – immerhin insgesamt 200 Stück. Sein Mythos aus vergangenen Tagen ist das Pfund, mit dem der auferstandene Verein wuchern kann. Und auch etliche Delmenhorster werden mit dem SV Atlas die Hoffnung verbinden, dass es fußballerisch mit der Stadt wieder aufwärts geht. Unvergessen sind die Erfolge, zum Beispiel das Erreichen des Achtelfinales des DFB-Pokals in der Saison 1980/81 oder auch bekannte Spielernamen wie Günter Bernard, Heinz-Dieter Hasebrink oder auch Uwe Erkenbrecher.

Ailton und Nachwuchsarbeit

Kürzlich sorgte der auferstandene Verein in der Delmenhorster Zeitung für Schlagzeilen, als herauskam, dass der Club gern den Ex-Mittelfeldstar Ailton verpflichten möchte. Doch darüber wird seitens der Clubspitze nicht gern öffentlich geredet. „Wir wollen erst darüber sprechen, wenn es so weit ist“, sagt Harald Siemund, beim SV Atlas zuständig für Organisation und Marketing. Kritikern, die sich fragen, ob es finanziell nicht sinnvoller sei, den Nachwuchs zu fördern anstatt Ailton einzukaufen, sagt Siemund: „Die Jugend wird gefördert, das hat damit nichts zu tun.“ So gebe es bereits eine sehr erfolgreiche E-Jugendmannschaft, eine B-Jugendmannschaft soll hinzukommen und eine Mädchenmannschaft soll im Sommer den Punktspielbetrieb aufnehmen.

Zweimal Aufstieg

Das sportliche Ziel ist, dass der Club, der derzeit die erste Kreisklasse dominiert, in der Landesliga spielt. Das bedeutet, noch zweimal aufsteigen. Bereits heute kommen rund 450 Leute zu den Spielen, Tendenz steigend. Dass es bei zunehmendem Erfolg des SV Schwierigkeiten oder Mißgunst seitens anderer Vereine geben könnte, glaubt Hebgen nicht. „Sie haben jahrelang ihr Süppchen gekocht, sie sind zufrieden.“ Am 31. März soll der Kader für die neue Saison des SV Atlas stehen, das aber nicht zu jedem Preis. Hebgen sagt ganz klar: „Wir werden keine Ablöse zahlen.“


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