SocialBeergame im Selbstversuch
1. März 2014

Das #Social-beergame im Selbstversuch

DELDORADO-PRAKTIKANTIN TESTET NEUEN FACEBOOK-TREND
Weil das Spiel zurzeit auch bei den Facebook-Nutzern aus Delmenhorst die Runde macht, hat sich unsere Deldorado-Praktikantin Lisa an einen Selbstversuch gewagt. In einem Erfahrungsbericht beschreibt die 21-jährige Studentin, wie es ihr dabei erging.
 
Die Regeln des Socialbeergames sind einfach: Man wird von einem Facebook-Freund dazu nominiert, innerhalb einer Minute einen halben Liter Bier zu trinken, ohne dabei abzusetzen. Schafft man das und lädt ein Video davon hoch, darf man drei Freunde benennen, die sich dann ebenfalls der Herausforderung stellen sollen. Braucht man allerdings zu lange oder macht es gar nicht, schuldet man demjenigen, der einen nominiert hat, einen Kasten Bier. Ich war nicht sehr begeistert, als ich von meiner Nominierung erfuhr, wollte das Spiel aber trotzdem in einem Selbstversuch ausprobieren.
 

Kein schönes Gefühl

Nachdem ich mein Smartphone zum Filmen positioniert hatte, füllte ich das Bier aus der Flasche in ein großes Glas, um es besser trinken zu können – denn ein halber Liter Gerstensaft würde bereits an meine Grenzen bringen, deshalb machte ich es mir so leicht wie möglich. Schließlich hatte ich nur einen Versuch. Ich startete die Aufnahme, bedankte mich für die Nominierung und setzte das Bierglas an. Zu meiner eigenen Überraschung schaffte ich es tatsächlich, das Glas innerhalb der Zeit zu leeren, auch wenn es zum Ende hin einiges an Willenskraft erforderte. In einem kurzen Moment danach war ich zufrieden mit mir, doch dann machte sich zunächst mein Magen, dann der Alkohol bemerkbar. Ein Hochgefühl sieht anders aus.
 

Die Nominierungen

Bevor ich das Video aufgenommen hatte, erstellte ich eine Liste mit den Personen, die ich im Anschluss nominieren könnte. Weil ich mir bei einigen nicht sicher war, ob sie ihre Freude daran haben würden, hielt ich zunächst Rücksprache mit ein paar von ihnen und legte mich dann schließlich auf drei fest. Zwei Kandidaten wurden allerdings doch unvorbereitet getroffen, aber das haben sie mir verziehen. Immerhin hat einer von ihnen die Aufgabe erfüllt und drei weitere Personen nominiert, das Spiel wird also am Leben gehalten. Die Resonanz in meinem Umfeld war sehr durchwachsen. Manche fanden es gut oder lustig, andere eher fragwürdig.
 

Teilnahme sollte wohlüberlegt sein

Das Socialbeergame kann man mal mitgemacht haben, die Teilnahme sollte aber wohlüberlegt sein. Ich hätte es nicht getan, wenn die Nominierung nicht von einer bestimmten Person gekommen wäre. Das Spiel hat zu Recht keinen guten Ruf. Und auch wenn es amüsant ist zu sehen, wie die Nominierten reagieren, sollte man diesen Trend nicht allzu offenherzig unterstützen. Gerade im Hinblick auf zukünftige Arbeitgeber könnte solch ein Video auf der eigenen Facebook-Seite zum Verhängnis werden. Deshalb habe ich meins bereits nach kurzer Zeit von meinem Facebook-Profil entfernt, sobald gesehen worden war, dass ich die Aufgabe erfüllt hatte und die von mir benannten Personen über ihr Unglück Bescheid wussten.
 


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