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1. Dezember 2012

„Castingshows sind wie Himbeertorte!“

ALEXANDER KNAPPE SINGT IN DER DIVARENA

Am 5. Dezember steht Alexander Knappe, bekannt aus der „X Factor“-Staffel 2010, auf der Bühne der Divarena. Mit der Single „Weil ich wieder zu Hause bin“ und seinem Album „Zweimal bis unendlich“ hat er es in die deutschen Charts geschafft. Mit dem Deldorado sprach er über seine Musik und die Nachteile von Castingshows.

 

Alexander, du bist dem Publikum  durch „X Factor“ bekannt geworden, wo du nach einem vorgetäuschten Kreuzbandriss ausgeschieden bist. Was hat sich seitdem verändert?

Einiges, weil es für mich rein musikalisch und im Leben ein Wendepunkt war. Allerdings im positiven Sinne. Es hat sich herausgestellt, dass ich mehr kann, als nur bei einer Castingshow mitzumachen. Ich habe angefangen, eigene Songs zu schreiben, mir ein Team zusammengesucht, habe mich bei Plattenfirmen beworben. Ein halbes bis ein Jahr später hatte ich ein Angebot von vier Plattenfirmen.

 

Dein Album „Zweimal bis unendlich“ soll kein Rückkehrversuch eines Gestrandeten, sondern ein Debüt sein. Wie ist der neue Alexander Knappe?

Er ist viel mehr Musiker. Ich habe jetzt mein Studium beiseitegelegt und konzentriere mich nur noch auf die Musik. Ich lerne viele Sachen: Ich habe zum ersten Mal ein Radiointerview gegeben, war quasi zum ersten Mal im Fernsehen, habe zum ersten Mal ein Album aufgenommen und spiele zum ersten Mal eine Tour. Es gibt so viele Eindrücke, die ich aufsammeln muss, was hoffentlich dazu führen wird, dass ich dieses Hobby, das ich jetzt als Beruf mache, noch ganz, ganz lange machen kann.

 

Worin unterscheidest du dich von all den anderen Musikern?

Das muss der Zuschauer oder Hörer entscheiden. Was ich von mir sagen kann, ist: Das was ich singe, ist sehr, sehr authentisch. Ich versuche, dass jeder Song eine Geschichte, einen Hintergrund hat. Ich möchte einfach , dass die Leute, die zu meinen Konzerten kommen, sagen: „Ich habe jetzt eineinhalb Stunden Auszeit genommen vom Alltag und das, was Herr Knappe da oben macht, nehme ich ihm komplett ab.“

 

Also spielt Authentizität für dich eine große Rolle?

Absolut, das habe ich mir aber auch erkämpft. Besonders durch die „X Factor“-Geschichte hat man natürlich ein bisschen an Authentizität verloren.

 

Hast du sie zurück oder bist du noch dabei, sie wieder aufzubauen?

Wir sind noch dabei, aber man muss sagen: Ich bin von allen „X- Factor“- und anderen Castingshow-Kandidaten mit der erfolgreichste. Ich bin mit dem Album auf Platz 21 eingestiegen, bin seit 20 Wochen in den Airplay-Charts mit beiden Singles, Ich habe eine Tour, wo Konzerte ausverkauft sind. Das muss erst mal einer von diesen, ich sage mal „Castingshow-Opfern“, die da mitgemacht haben, nachmachen. Deswegen bin ich auf dem richtigen Weg.

 

Warum Castingshow-Opfer?

Castingshows sind wie eine große Himbeertorte: Sie sieht sehr süß aus, man hat das Verlangen, sie zu essen, dann isst man sie und danach bereut man’s und braucht ganz lange, um sie wieder wegzukriegen von den Hüften. Es ist unheimlich schwierig, wenn man eine Castingshow gewonnen oder da mitmacht hat, danach authentisch rüberzukommen.


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