Bild von Kartoffelfest
1. Oktober 2013

22. Delmenhorster Kartoffelfest

Im Oktober ist es so weit: Beim 22. Kartoffelfest dreht sich in Delmenhorst wieder alles um die bekannteste Knolle. Rund 50.000 Besucher aus nah und fern können sich auf ein buntes Programm freuen.

Die Stadtmarketing Delmenhorst GmbH lädt am 13. Oktober zum 22. Kartoffelfest in die Innenstadt ein, zudem gibt es im gesamten Stadtgebiet einen verkaufsoffenen Sonntag. Zu dem Fest mit rund 90 Austellern werden auch in diesem Jahr wieder mehr als 50.000 Besucher aus dem gesamten Umland erwartet. Die Deutsche Kartoffelkönigin Anna Disterhof aus der Kreisstadt Rotenburg (Wümme) wird gemeinsam mit Ober-Bürgermeister Patrick de La Lanne die Feierlichkeiten offiziell eröffnen. Erneut stellen diverse Handwerker ihr Können unter Beweis und lassen sich über die Schulter schauen. Für musikalische Unterhaltung sorgen Künstler, wie Hensen & Blanke, Joe Dalton & Boot Stomping Dancers und The Beetles. Zudem treten wieder die Delme Square Dancers auf. Ferner gibt es viele Aktionen für die jüngeren Kartoffelfans, wie Ponyreiten, ein Kinderkarussell und das Stucki-Mobil der Städtischen Galerien. Hier können die Kleinen malen und basteln. Auch ist der 44 Meter hohe Wasserturm wieder geöffnet und bietet einen Blick aus der Vogelperspektive.
 
Über 200 Kartoffelsorten an einem Stand
„Das Delmenhorster Kartoffelfest gehört zu den größten in Norddeutschland“, sagt Dietrich Moorschlatt. Schon seit 56 Jahren ist der Stand vom Kartoffelhof Moorschlatt auf dem hiesigen Wochenmarkt vertreten und auch beim Kartoffelfest sei man von Beginn an dabei gewesen. Derzeit werden exakt 218 Sorten auf dem Hof kultiviert. „214 davon stellen wir im Oktober auf einem Stand von 24 Metern Länge aus“, berichtet Moorschlatt weiter. Eine neue Kartoffel zu züchten, verschlinge laut des Experten in zwölf Jahren eine Summe von über vier Millionen Euro. Demnach müsse erst rund eine Million Zentner Kartoffeln der neuen Sorte verkauft werden, bevor man überhaupt die Gewinnzone erreiche. Darum gebe es immer weniger private Züchter, weil diesen oft das finanzielle Polster fehle. Zudem übertreffe seit knapp drei Jahren der Kartoffelverbrauch für Fertig- oder Halbfertiggerichte den Frischkartoffelverzehr. Diejenigen, die nicht an die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie verkaufen würden, hätten es daher besonders schwer. Wer mehr über die braune Knolle erfahren möchte, kann Moorschlatt gerne ansprechen, denn „auf dem Kartoffelfest soll keine Frage unbeantwortet bleiben.“
 


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